Im Projekt HygO arbeiten Partner aus Industrie und Forschung daran, dezentrale Wasserstoff-Microgrids als autarke Energieversorgungslösung weiterzuentwickeln und unter realen Bedingungen zu erproben. Ziel ist es, erneuerbaren Strom – etwa aus Photovoltaik – über einen Elektrolyseur in Wasserstoff umzuwandeln, zu speichern und bei Bedarf über eine Brennstoffzelle wieder in elektrische Energie zurückzuführen.
So entsteht eine verlässliche, CO₂-arme bis CO₂-neutrale Stromversorgung auch dort, wo Netzinfrastruktur fehlt oder instabil ist. Ein besonderes Merkmal von HygO ist die Kopplung von Energieerzeugung und Wasseraufbereitung: Neben der Strombereitstellung wird eine Aufbereitung integriert, die den Sauerstoff als Nebenprodukt der Elektrolyse sowie Filtrationstechnologien nutzt, um Wasser in eine bessere Qualität zu überführen.
Damit adressiert HygO zugleich Energie- und Ressourcenfragen. Die Lösung wird in Vor-Ort-Tests in Namibia validiert – unter anderem wurde die Installation eines Microgrids und der Wasseraufbereitung an einer Schule vorbereitet.
Das Vorhaben wird im Rahmen der Exportinitiative Umweltschutz des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Koordiniert wird HygO vom Fraunhofer IWU gemeinsam mit den Partnern Texulting, Krenkel Abwassertechnik und Haver & Boecker.
Ziele
- Mobile, wasserstoffbasierte Microgrids unter realen Feldbedingungen entwickeln und erproben
- Eine autarke, sichere und netzunabhängige Energieversorgung bereitstellen
- Eine Wasseraufbereitung integrieren, die den Sauerstoff aus der Elektrolyse zur Gewinnung von sauberem Trinkwasser nutzt
- Gemeinsame Wertschöpfungsketten zwischen Namibia und Deutschland aufbauen



